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Guten Tag in dieser neuen Woche,
liebe Leserinnen und Leser! Ich freue mich, dass Sie wieder reinschauen. Inzwischen informieren sich hier täglich mehr als 7000 Menschen. Vielen Dank für das große Interesse! Wir werden Ihnen auf diesem Weg weiterhin das Wichtigste über das aktuelle Corona-Geschehen mitteilen, aber auch Nachrichten und Hintergründe aus Brandenburg liefern. Bei uns bleiben Sie auf dem Laufenden!
Beginnen wir mit einem manchmal lästigen, aber in diesen Zeiten unumgänglichen Accessoire: der Atemschutzmaske. Deren Wirksamkeit ist häufig angezweifelt worden, selbst Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) warnte zu Beginn der Pandemie, der Mund-Nasen-Schutz sei kein “Allheilmittel”. Das ist er sicherlich nicht, doch er bremst die Ausbreitung von Covid-19 - zumindest legt das ein Diskussionspapier nahe, das vier Wissenschaftler verschiedener Universitäten kürzlich veröffentlicht haben. Die Forscher haben Daten aus der thüringischen Stadt Jena, die ihren Bürgern sehr frühzeitig eine Maskenpflicht verordnet hat, mit Daten vergleichbarer Kommunen verglichen. Ergebnis: Die Zahl der Infizierten stieg in Jena deutlich langsamer an als anderswo.
Umstrittener noch als die Maskenpflicht dürfte der so genannte Lockdown sein - also das Runterfahren des öffentlichen Lebens in weiten Teilen der Welt samt Grenzschließungen, Kontaktsperren und Schulschließungen. Diese teils massiven Eingriffe in die Freiheitsrechte der Menschen waren hoch effektiv im Kampf gegen die Pandemie. Allein in elf europäischen Ländern sollen so bis Anfang Mai etwa 3,1 Millionen Todesfälle durch das Coronavirus verhindert worden sein. Das geht aus einer Modell-Studie des Imperial College in London hervor, die am Montag in der Fachzeitschrift „Nature” veröffentlicht wurde.
In Potsdam hat die Corona-Zeit auch hässliche Spuren hinterlassen: In den Parks stapelt sich der Abfall. Was das mit der Pandemie zu tun hat? Deutlich mehr Menschen als sonst gehen derzeit offenbar mit gekauftem oder selbst zubereitetem Essen in ins Grüne, um zu picknicken. Leider nehmen nicht alle ihre Überreste wieder mit nach Hause, zudem ist die Kapazität der Abfalleimer begrenzt. Die Schlösser-Stiftung, die für viele Potsdamer Parks verantwortlich ist, hat jetzt Alarm geschlagen: Die Müllmenge sei um bis zu 30 Prozent gestiegen. Mit dem Aufräumen komme man kaum noch hinterher.
Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Text meiner Kollegin Nadine Fabian ans Herz legen. Sie hat Isabell Härtel getroffen, eine Krankenschwester, aufgewachsen in Neustadt (Dosse), seit 2016 beschäftigt an der Potsdamer Oberlinklinik. In den vergangenen Wochen war Isabell Härtel aufrgund der Pandemie im St.-Josefs-Krankenhaus in der Landeshauptstadt im Einsatz. Was sie dort erlebt hat, geht an die Grenzen des Erträglichen. Mehrere Patienten begleitete sie bis zum letzten Atemzug - oft als einzige Bezugsperson, weil die Angehörigen wegen der Ansteckungsgefahr nicht da sein durften. “Niemand soll allein sterben”, so Isabell Härtel. Frauen wie sie sind die wahren Heldinnen dieser Krise.
Ich wünsche Ihnen wie immer einen schönen Abend - bleiben Sie gesund!

Ihr
MAZ-Chefredakteur
PS: Wie immer freue ich mich über Hinweise, Kritik und Anregungen unter chefredaktion@maz-online.de

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Foto: Julian Stähle
Foto: Julian Stähle
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