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Liebe Leserinnen, liebe Leser,   in zwei Wochen beginnen in Brandenburg die Sommerferien - und wer in
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
 
in zwei Wochen beginnen in Brandenburg die Sommerferien - und wer in märkischen Hotels oder Campinganlagen Urlaub macht, könnte dort auch wieder auf ausländische Gäste treffen. An den deutschen Grenzen sollen ab Dienstag die Grenzkontrollen wegfallen, EU-Bürger dürfen dann wieder ohne triftigen Grund einreisen. Das hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) heute verkündet.
Auch für uns werden Reisen ins Ausland wieder unkomplizierter, weil auch die meisten anderen EU-Staaten ihre Kontrollen ab Mitte des Monats aufheben wollen - mein Kollege Lars Grote träumt schon von einem Roadtrip, wie Sie in diesem Newsletter lesen können. Ausgerechnet im Zeitalter der Fridays for Future-Bewegung hat er durch Corona seine Lust am Autofahren wiederentdeckt.
Übrigens hat die Krise auch im Tourismus einen interessanten Nebeneffekt: Durch das internationale Reiseverbot in den letzten Monaten zählt Brandenburg erstmals seit der Wiedervereinigung mehr Übernachtungen als Berlin. Vor allem die Unterbringung der Pendler aus Polen spielt dabei nach Angaben des Statistikamtes eine Rolle.

Unser Nachbarland wird seine Grenzen zu anderen EU-Ländern am 13. Juni öffnen. Nach Informationen der Staatskanzlei in Brandenburg sollen die Beschränkungen am Samstag schon um Mitternacht aufgehoben werden. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte, dies sei ein wichtiger Schritt bei der Rückkehr zur europäischen Normalität. Seit dem 15. März hatte es umfangreiche Einreisebeschränkungen gegeben. Internationale Flüge sollen ab 16. Juni wieder möglich sein. 

Auch wenn die Aussichten für den Tourismus im Land damit etwas heller sind, brauchen viele Unternehmen weiterhin Unterstützung. Das Programm für Soforthilfe an kleine Unternehmen in Brandenburg geht voraussichtlich in dieser Woche zu Ende - doch neue Hilfen können vom Bund kommen. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sagte heute im Landtagsausschuss für Wirtschaft, nur noch wenige hundert Anträge würden bearbeitet.
Vom Bund gibt es bis August die Möglichkeit einer Überbrückungshilfe für kleine und mittelgroße Firmen besonders betroffener Branchen - mit Zuschüssen von 9000 Euro bis zu 50.000 Euro, sagte Steinbach. Voraussetzung seien Umsatzverluste im Vergleich zu Vormonaten des Vorjahres: „Dieses muss durch einen Steuerberater testiert werden.“  

Mit der Überprüfung wird hoffentlich auch Betrugsfällen wie diesem vorgebeugt: In Berlin sitzt seit heute ein 30-Jähriger wegen Subventionsbetrugs in Untersuchungshaft. Der Mann soll für seinen nicht mehr aktiven Edelmetallhandel insgesamt 145.000 Euro von der Berliner Investitionsbank kassiert haben. Außerdem soll er mittellose Personen veranlasst haben, eine unternehmerische Tätigkeit vorzutäuschen, um an Corona-Soforthilfen zu bekommen. Die Krise macht eben auch im negativen Sinne kreativ.
 
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!
Herzliche Grüße
Ihre
Maike Schultz
Stellvertretende Chefredakteurin
 
PS: Schicken Sie uns gerne Ihre Hinweise, Kritik und Anregungen an chefredaktion@maz-online.de

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